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Ubud Bali - Tipps für deinen Baliurlaub


Tag 6 auf Bali

Abreise aus Sanur

Endlich ist es soweit. Uns kribbelt es nun auch schon unter den Fußnägeln. Wir ziehen weiter ins Landesinnere, nach Zentralbali. Jeder der Bali schon besuchte, gab uns den Tipp, unbedingt nach Ubud zu gehen. Und natürlich tun wir das. Den Weg von knapp 30 km wollten wir mit dem BlueBird (www.bluebirdgroup.com) Taxi bestreiten. Wir haben uns die App geladen, um die Kosten schon vorab prüfen zu können. Um die 200.000 IDR (ca. 15 Euro) sollte es laut App kosten. Der Weg von Sanur nach Ubud.

Check Out und shopping im Hardys in Sanur

Wir Checkten nach dem Frühstück aus dem Hotel aus, nahmen noch eine Erfrischung im Pool und gegen Mittag bestellten wir das Taxi. Den Fahrer baten wir noch, an einem größeren Supermarkt zu halten. Es wurden Windeln benötigt und etwas Mittagsbrei. Wir hofften auf Gläschen, da sind wir verwöhnt. Es ist einfach so unkompliziert am Strand oder Pool oder unterwegs, ein Gläschen zu füttern. Nun ja, das Taxi war geladen, es ging zu Hardys (www.hardysretail.com) in Sanur, einem Einkaufszentrum. Hardys ist mehr für Touristen, aber in unserem Fall war das auch egal, weil wir nur Nahrung benötigten. Zum shoppen von Kleidung und Souvenirs würden wir das Kaufhaus nicht empfehlen. Im Supermarkt gab es sogar Pampers. Unverschämt teuer. 40 Stück knapp 15 Euro. Wir entschieden uns für eine einheimische Marke. Ich schaue nochmal wie die heißt und berichte, denn die sind wirklich gut. Weich, halten lange durch und stinken nicht. Mio ist zum Glück auch dort nicht so empfindlich. Unserem Wunsch nach Gläschennahrung wurde leider nicht entsprochen. Es gab zwar einige, aber ab 55.000 IDR (so ca. 3,50 Euro) je Glas, das war zuviel des Guten. Also entschieden wir uns wiederholt für eine Mittagsmahlzeit zum Anrühren mit Erbsen und Huhn. Unser Taxi wartete den Einkauf ab und wir fanden es auf dem Parklplatz wieder. Das Taxometer lief weiter. Es waren knapp 20.000 IDR, die es ausmachte. Also etwas mehr als 1 Euro. Das war es uns wert. Nun begann die Reise nach Ubud, 28 km und Google Maps sagte 1 Stunde 5 Minuten. Prima, dachten wir uns, vielleicht schläft Mio ja. Mit der Zeit kamen wir definitiv nicht hin und auch Mio war hellwach die ganze Fahrt.

Die Fahrt mit BlueBird nach Ubud

Es ging durch einige kleine Orte auf einer einspurigen, wiedermal sehr engen und viel befahrenen Straße. Mit dem Linksverkehr kommen wir immer noch nicht klar. Es ging nur langsam vorwärts. Zäher Verkehr, parkende Autos auf den engen Straßen, wild fahrende Roller, irgendwas ist immer, was den Weg versperrt. Gehupt wird ja auch ständig, einfach um sich bemerkbar zu machen. Mio saß mit uns hinten und tobte noch gut rum. Nach gut 40 Minuten kamen wir dem Dschungel schon näher. Die Vegetation war dichter und die Reisfelder überall. Mio machte hinten im Taxi immer mehr lärm und es wurde für uns schon etwas stressiger so ganz ohne Kindersitz.

Ankunft an der Villa Inang

Für unseren Aufenthalt in Ubud haben wir ein kleines Homestay etwas außerhalb gewählt. Die Bewertungen der Villa Inang sind sehr gut und das spricht immer für sich. Mitten zwischen den Reisfeldern, mitten im Dschungel ist unsere kleine Unterkunft. Na dann sind wir mal gespannt. Kadek, die Besitzerin empfing uns. Für die Fahrt bezahlten wir dann letztlich 240.000 IDR. Wegen des Einkaufstrips und auch wegen des dichten Verkehrs. Irgendwie hatten wir zwar das Gefühl, es würde was nicht stimmen, aber zu diskutieren fehlte uns die Lust.

Die Villa Inang - Ubud

Mio schlief auf den letzten Metern dann doch noch ein und wir konnten in Ruhe ankommen. Das Gepäck ins Zimmer schaffen und uns einen ersten Überblick verschaffen. Unser Zimmer war im Erdgeschoss direkt am Pool. Das Haus war echt sehr schön gemacht und hatte einen kleinen Pool und eine tolle Aussicht direkt auf die Reisfelder. Wir fühlten uns sofort wohl. Ein Willkommensdrink rundete den Anfang eines neuen Abschnittes gut ab. Die Villa Inang (http://inangubudvilla.com/) schien perfekt.

Was kriecht und krabbelt denn da in Ubud

Nun ja, wir haben unser Zimmer bezogen und uns auf den Weg in den Dschungel gemacht. Ein paar Schritte laufen tut uns auch gut. Mio war in der Babytrage. Nach nur 10 Minuten durch den dichten Wald einen Weg entlang, kamen uns auch schon die ersten Entdeckungen. Das es Tiere gibt, war uns schon klar. Im Speziellen mir, als Frau, war aber nicht ganz wohl bei der Sache. Und so kam es, wie es kommen musste. Ich entdeckte überall Getier. Großes und kleines Krabbelzeug. In den Bäumen hingen überall Spinnen, teilweise Handgroß. So mussten wir den Spaziergang abbrechen und ich mich erstmal sammeln. Es stiegen mir sofort die Tränen in die Augen, weil ich so Angst hatte. Meine Gedanken waren sofort, oh Mann, wenn die großen Dinger so nah sind, kommen die auch ins Zimmer und das würde ich nicht überleben. Papa versuchte die Situation zu entschärfen und versuchte Kompromisse zu finden, wie wir damit umgehen. Denn für mich heißt sowas, Abreise. Wir hatte schon mal in Vietnam Tiere im Zimmer, da hab ich die ganze Nacht auf ihn eingeredet, dass wir abreisen müssen. Wir sind zurück an den Pool und haben uns eine Abkühlung gegönnt. Das erheiterte wieder alle Gemüter. Das Abendessen haben wir in der Unterkunft zu uns genommen, weil wir einfach nicht nochmal los wollten. Bis Ubud Zentrum gibt es einen gratis Shuttle der Villa Inang, aber es sind so 15 Minuten Fahrt. Und wir entspannten lieber erst mal im Homestay.

Tag 7 auf Bali

Eine unruhige Nacht in der Villa Inang

Geschlafen haben wir alle leider nicht so viel. Mio war unruhig und Mama auch. Es waren einfach zu viele Emotionen vorm Einschlafen und das überträgt sich auch aufs Kind. Das haben wir wieder einmal mehr gemerkt. Es war nun die Überlegung ob wir gleich abreisen und woanders unsere Ruhe finden oder noch bleiben. Die Villa Inang ist so wunderschön und alle sind so herzlich und gut, aber die Lage inmitten des Dschungels führt einfach dazu, dass sich Mama nicht entspannen kann. Das Frühstück nahmen wir mit Blick auf die Reisfelder zu uns. Wirklich wundervoll idyllisch. Und da es leicht genieselt hat, kamen auch gleich wieder neue Tiere zum Vorschein. Es waren nicht die süßen Hasen, die Mama erneut aus der Bahn geworfen haben. Diesmal war es eine Art Echse. Eine nackte ekelhafte Echse die uns beim Frühstück zuschaute. Aber im Hellen ist das alles nicht mehr ganz so schlimm gewesen.

Ubud Bali Villa Inang

Der neue Plan für Ubud

Der Plan war 4 Nächte in Ubud zu bleiben. Der neue Plan von Mama, sofort zu gehen. Papa hatte aber eine Idee, wenn wir nicht den ganzen Tag am Pool bleiben, wo nun mal auch die ganzen Tiere leben (es gab noch mehr), sondern die Zeit in Ubud Stadt zu nutzen, sind wir nur abends da und das sollte Mama auch hinbekommen. So entschieden wir gemeinsam, 3 Tage anstatt 4 zu bleiben und dann eine neue Bleibe am Strand zu suchen. Es überwog einfach auch die Gastfreundlichkeit von Kadek. Unser Zimmer war jeden Tag liebevoll dekoriert. Das Essen war super und günstig. Die Helfer rund um die Villa immer freundlich. Es war auch einfach so herrlich ruhig dort. Und so ist die Entscheidung im Nachhinein, eine sehr gute gewesen.

Ubud Stadt

Wir haben uns dann abends noch in die Stadt fahren lassen und am Ubud Palace sind wir ausgestiegen. Es war ein sehr reges Treiben in Ubud. Uns gefiel es sofort. Überall kleine Läden zum Shoppen und leckere Restaurants. Wir empfehlen das myWarung (www.mywarung.com) in Ubud. Nachdem wir gegessen hatten und uns einiges angeschaut haben, mussten wir jedoch zurück, denn Mio ist wieder auf den Deutschland Rhythmus eingespielt und gegen 19 Uhr einfach totmüde. Irgendwie finden die Kleinen ihren eigenen Rhythmus immer wieder, da kann man machen was man will.

Das große Krabbeln in der Villa Inang

Wir haben es uns auf der Terrasse gemütlich gemacht. Naja gut, wir haben es versucht. Da an den Wänden und Decken auch so einiges rumgekrochen ist und Mama sich nicht wohl fühlt, mit Decke über den Kopf quasi, hat Papa Tisch und Stühle neben den Pool gestellt und wir konnten noch eine Weile, bevor es anfing zu regnen, gemeinsam entspannen. So waren die Gefühle und Gemüter wesentlich besser als am Vortag.

Tag 8 auf Bali

Neuer Tag, neues Glück - Frühstück mit Ausblick

Das Frühstück ist immer sehr lecker in der Villa Inang. Liebevoll und schmackhaft. Im Preis von 38 Euro pro Nacht mit drin. Der Ausblick verzauberte uns wieder und Mama schaute sich einfach mal nicht um, nach neuen Entdeckungen tierischer Art. Bei Papa gab es Rührei und einen Bananenpancake.

Raupen überall

Doch auch an dem Vormittag sollte es zu einer Begegnung kommen, die wir nicht geplant hatten. Wir chillten auf den Liegen am Pool und Mio tobte um uns rum. Und dann musste er gewickelt werden und siehe da, auf dem Handtuch war eine Raupe, so 5 cm lang, Mit tausenden Haaren. Mio zerquetschte Sie mit seinem Windelpo. Wir fragten daraufhin, ob die gefährlich seien. Denn es gibt diese haarigen Raupen, welche bei Bedrohung die Haare abwerfen und diese beim Menschen Hautbrennen und Atemstörungen verursachen können. Kadek versicherte uns, dass wir keine Angst haben brauchten. Komischerweise, wurden daraufhin alle Nester in den Pflanzen rund um den Pool, abgeholzt. Also scheinbar, eine Plage, der man aus dem Weg gehen wollte. Es gab diese Raupen auch noch in 10 oder 15 cm Länge. Sehr dubios. Sie können sich als Schmetterlinge entpuppen, die Vorstellung beruhigte mich etwas.

Bali Raupe

Ubud Stadt aufs Neue

Den Nachmittag verbrachten wir in der Stadt. Papa wollte ins Gym und Mama shoppen. Das tat Sie dann auch gleich. Es ist ein Bikini und noch einiges mehr geworden. Eine Hochzeit fand im Palace statt und so hatte Mio auch was zu gucken. Das bunte Treiben in der City war genau nach unserem Geschmack. So verging der Tag wie im Fluge und wir fielen abends müde und zufrieden ins Bettchen. Zum Ausklang gab es noch die kostenlose Massage im Homestay, die wirklich sehr entspannend war.

Tag 9 auf Bali

Die Entscheidung

Die Entscheidung, dass wir abreisen fiel und wir haben unseren Guide, Dewi, wieder angerufen. Der Plan ist die Abholung aus Ubud und damit gleich noch Ausflüge verbinden. So wurden wir 9 Uhr eingesammelt. Das Gepäck stand wieder bereit und so langsam waren wir Vollprofis im Packen und Verstauen.

Wir berieten uns kurz, was wir machen können. Die Wahl fiel auf den Zoo Bali und auf einen Wasserfall, da beides auf dem Weg zu unserer neuen Bleibe lag.

Der Zoo auf Bali

Wenige Fahrminuten entfernt, kamen wir am Bali Zoo (www.bali-zoo.com) an. Ein richtig schönes Gelände schon bei der Einfahrt. Den Buggy mitsamt Mio gesattelt und den Eintritt von knapp 50 Euro für uns drei bezahlt und los ging es. Schon die ersten Schritte im Zoo waren vollkommen überwältigend. Es war eine Art Freigehege. Was heißt Gehege, alle Tiere konnte sich einfach frei bewegen, zwischen uns. Rehe, Hirsche, Vögel, Kängurus, und irgendwelche anderen Tiere, richtig toll. Viele kleine Wasserfälle wurden angelegt und Mio fand das alles mehr als spannend. Er hatte keine Angst vor den Tieren und beobachtete sehr genau, was um ihn herum geschah. Zu sehen gab es in dem Zoo wirklich einiges. Affen, Elefanten, Bären. Tiger, Löwen, Schlangen, Erdmännchen, Schweine, Krokodile, Vögel u.v.m. Wir haben schon mehrere Zoos besucht, aber das was wir hier gesehen haben, war einfach wunderschön. Alles mit soviel Liebe angelegt und überhaupt nicht, wie in Deutschland. Sehr frei, natürlich nicht die Tiger und Löwen oder die anderen gefährlichen Tiere, aber die Art und Weise überzeugte uns. Es ging in einer Art Rundgang durch das Gelände. An vielen Stellen gab es die Möglichkeit sich niederzulassen und das Treiben der Tiere zu beobachten. Schön war vor Allem, das es meist schattig war. Die Vegetation war unglaublich. Die meisten Tiere konnte man in den Gehegen super sehen. Weitläufig und vereinzelt mit Glasscheiben, damit einem auch nichts entgeht. Besondere Momente waren der Pfau, der extra für uns sein Federkleid zeigte. Atemberaubend schön. Ebenso die Krokodile. Davon gab es um die 5 Stück, die erhaben und seelenruhig in ihrem Wasser lagen und trieben. Bei den Tigern wurde uns bewusst, welch stolze und hübsche Tiere es sind. Wahnsinn, welche Ausstrahlung die haben. Wir waren bestimmt nur einen Meter von den großen Tigern entfernt, getrennt durch eine Glasscheibe. Mio war wieder voll auf Kurs und staunte was das Zeug hielt. Des Weiteren gab es zur Abkühlung, bei diesem doch sehr tropischen Wetter, eine Art Wasserpark für die Kinder.

Fazit: Bali Zoo

Auch wenn man über Zoos allgemein und über die Art und Weise der Tierhaltung im speziellen gerne diskutieren kann, haben wir uns an dem Tag für den Zoo auf Bali entschieden. In erster Linie muss man im Urlaub mit einem Baby auch Kind bzw. kinderwagengerechte Unternehmungen einplanen. Und welches Kind war früher nicht gerne im Zoo? Auch wenn Mio erst 11 Monate alt ist, haben wir deutlich gemerkt, dass er fasziniert von der Tierwelt und der Vegetation ist. Ca. drei Stunden waren wir im Zoo unterwegs und Mio war einfach nur mega happy die ganze Zeit. Wir sind keine Befürworter von der Haltung der Tiere im Zoo aber für ein Kind kann man so etwas schon mal machen. Und für genau diesen Zweck hat sich der Besuch im Zoo von Bali allemal gelohnt. Für Zooliebhaber ein absolutes Muss auf Bali.

Warung Layana

Auf unserem Weg liegt der Wasserfall Tegenungan, sechs Kilometer südöstlich von Ubud. Wir haben es uns lange überlegt, ob wir einen Wasserfall besuchen wollen, mit Mio. Die Strecke dorthin, war ein ausschlaggebender Punkt. Denn in der Mittagshitze noch weit zu laufen, hielten wir für nicht sinnvoll. Wir hatten außerdem einige Erfahrungsberichte von Freunden, die alle berichteten, dass es sich wirklich eher um ein Touristenmagnet handelt, als um einen idyllischen Ort. Somit entschieden wir uns dagegen, wollten aber irgendwie trotzdem einen Wasserfall sehen. Da hatte unser Guide die perfekte Idee. Wir hatten eine Menge Hunger und Dewi, wusste die perfekte Lösung für uns. Es gab auf dem Weg nach Candidasa ein tolles Warung, mit einem sagenhaften Ausblick auf einen Wasserfall. Der Skcript Wasserfall, direkt am Layana Warung. Es ist Wahnsinn, welche wunderbaren Orte es auf dieser Welt gibt. Vom Warung konnte man den Wasserfall nicht nur sehen, bei Bedarf auch zu ihm hingehen. Es ging etwas steiler herab, aber es war absolut machbar. Die Tische waren an einem Hang angeordnet, mit einer traumhaften Kulisse. Uns beobachtete die ganze Zeit eine kleine grüne Eidechse, die auf einem Palmenstängel vor uns saß. Und direkt dahinter, der wundervolle Wasserfall. Für uns ein echter Geheimtipp, absolute Ruhe und keine Touristen, genau so haben wir uns einen Wasserfall vorgestellt. Das Essen im Warung Layana war ebenso gut und die Säfte und Mocktails ein echter Traum. Ein Insidertipp!

Die Fahrt an die Ostküste Balis

Candidasa - das soll unsere Wahl für die nächsten Tag sein. Weil es später weiter geht, auf eine der Inseln, Nusa Lembongan oder Nusa Penida, wollten wir schon in die Richtung, um dann eine kurze Weiterreise zu haben. Vom Wasserfall Skcript war es noch eine knappe Stunde Fahrt. Mio schlief ein und Mama und Papa nutzten die Gunst der Stunde um auch kurz die Augen zu schließen. Und so kamen wir ausgeruht in Candidasa an.

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