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Eine Villa mit Pool in Seminyak

Tag 20 auf Nusa Lembongan

Von Nusa Lembongan nach Sanur

Abreisetag bei Familie Müller. Es hört sich so schön an, dass wir durch die Gegend reisen und die Welt entdecken. Aber Mama muss schon sagen, das ständige Packen und immer wieder alles gut verstauen, damit man es auch wieder findet, strengt auch an und oft hat Mama keine Lust. Hinzu kommt, dass es Papa an Tag 19 nun auch mit einem kleinen Bali Belly erwischt hat. Ob er denn klein bleibt, wird sich noch zeigen. Zumindest haben wir die Erste Hilfe – Kohletabletten und Elektrolyte gleich mal ins Spiel gebracht. Die Magen Darm Probleme führen auch dazu, dass Mama alles alleine packt und Papa währenddessen versucht den Kleinen zu belustigen. Denn der findet Packen richtig doof und langweilig. Außer die durchsichtige Folie von den Koffern abzureisen, das findet er klasse. Aber nun zurück zum nächsten Stopover. Wir verlassen die Insel Nusa Lembongan wieder mit dem Boot. Die Abreise ist in unserem Hotelpreis inklusive und wir schauen mal was für ein Boot uns erwartet. Nachdem wir ausgiebig gefrühstückt haben, fahren wir mit einem Pick Up zum Hafen. Das Flair am Hafen ist immer schön.

Am Hafen von Nusa Lembongan

Wir hatten dieses Mal Glück, denn die Leute vom Hotel haben unser Gepäck – ja genau die vielen vielen Teile, an den Strand geschleppt. Wir mussten einem Mann folgen, der uns zu seinem Büro führte. Dort mussten wir uns in eine Liste eintragen und von dort ging es dann am Strand entlang ein paar Hundert Meter zum Boot. Das lag wiederum nicht an Land, sondern im Wasser. Also wussten wir schon was kommt. Wir müssen durchs Wasser aufs Boot. Das ist mit den Wellen gar nicht so easy. Wir standen eine Weile und sahen zu, wie alles an Gepäck der Passagiere auf das Boot geladen wurde. Zum Glück schlief Mio im Kinderwagen ein und ich konnte ihn dann schlafenderweise in die Babytrage stecken. Der Buggy ging mit an Board. Dann wurde laut gerufen: Boarding und alle strömten los. Es waren knapp 50 Personen denke ich. Jeder rannte als wenn es zu wenige Plätze gäbe. Das ist mit Baby besonders spannend, wenn die Umwelt soviel Rücksicht nimmt. Vor mir wanderte ein Teenie gemütlich mit Ihren Badelatschen ins Wasser und schrie auf einmal auf, weil natürlich durch die Wellen, diese verloren gingen. Ihre Mutter erschrak sich, weil eine Welle Ihren Rock nass machte und sie trat einfach zurück. Dann sagte Mama auch etwas, denn es war wirklich hektisch und Mama ist in solchen Situationen leicht unentspannt. Also ein großer Schritt und vorbei an den Motoren ins Boot. Soweit, so gut. Im Boot selbst gab es rechts und links jeweils eine Dreierreihe. Im Vorderen Bereich gab es noch eine Sitzbank für uns. Mio schlief und Mama kuschelte sich in die Sitze an einen Fensterplatz. Papa kam hinterher und die lustige Seefahrt konnte starten. Es dauerte knapp 40 Minute von Nusa Lembongan nach Sanur. Wir fuhren dieses Mal nicht nach Padang Bai wie auf der Hinreise, sondern nach Sanur, weil wir von dort einen kürzeren Weg nach Seminyak haben. Witzig ist auch, dass wir die ganze Zeit dachten unsere Villa wäre in Kuta. Aber nachdem wir dann die Adresse raus suchten, stellten wir fest, es ist nicht Kuta. Naja wir sind da ja flexibel.

Taxifahrt nach Seminyak mit Hindernissen

Zu Beginn unserer Reise waren wir schon ein paar Tage in Sanur, jetzt auch wieder kurz, zumindest als Zwischenstopp. Nach dem Ankern des Bootes durften wir aussteigen. Es lief alles problemlos. Mio war mittlerweile wieder wach und gut drauf. Mama verkrümelte sich mit ihm in den Schatten und Papa heuerte einen Taxifahrer an und wartete aufs Gepäck. Der Taxifahrer half uns beim Gepäck und wir fuhren in Richtung Kuta. Das war auch der Moment als uns auffiel, dass es eigentlich Seminyak war. Nach knapp 20 Minuten im Auto, setzte der Fahrer zum überholen an und nahm dabei einen 20 cm hohen Bordstein mit. Es knallte und wir fuhren an die Seite. Überraschung, unser Reifen war geplatzt. Für den Taxifahrer schien das eine seiner Routineübungen zu sein, denn er wechselte innerhalb von 10 Minuten professionell den Reifen. Er erzählte uns das ein Reifen um die 600.000 IDR kosten würde und das ihm das sehr häufig passiert.

Die Villa in Seminyak

Warum sind wir nicht in einem Hotel? Weil wir hier Freunde aus Berlin treffen, die seit August 2018 eine Weltreise machen und wir uns deswegen gemeinsam eine schöne Villa gönnen wollten. Ein Mann empfing uns am Haus und nahm uns das Gepäck ab. Die Villa scheint riesig zu sein. Wir haben hier 3 Schlafzimmer. Insgesamt 8 Betten und 3 Bäder. Und einen großen Pool. Ebenso eine Küche und einen Gemeinschaftsraum. Also das reicht uns völlig aus und wir sind gespannt auf die Tage hier. Zur Villa gehört eine Art Hausboy, der für uns Geschirr abwäscht und jeden Tag unsere Zimmer reinigt. Ebenso fegt er alle Räume und schaut dass alles sauber ist. Der Hausboy hat uns überhaupt nicht gestört und wir fanden es schön immer alles ordentlich zu haben. Unsere Freunde kommen erst in der Nacht an und wir entschließen erst mal einen Erkundungsgang zu machen und etwas einzukaufen.

Seminyak – ziemlich westlich und belebt

Unsere Villa ist knapp 10 Minuten zu Fuß von der Einkaufsstraße weg. Eine schöne Entfernung. Hier gibt es viele Läden, Bars und Restaurants. Wir lassen alles erst mal auf uns wirken und entschließen uns Essen zu gehen. In ein asiatisches Restaurant. Wirklich sehr lecker. Dann kommen wir an einem Frisör vorbei und Papa entschließt kurzerhand sich einen Urlaubsschnitt verpassen zu lassen. Für 30.000 IDR legt der Friseur Hand an. Ein Schnäppchen. Mama geht in der Zeit einkaufen fürs Frühstück. Es soll Pancakes geben. Dank Übersetzern findet Sie auch das Mehl im Markt. Gut beladen mit Mehl, Eiern und Bier geht’s nach Hause und Mio ab ins Bett.

Tag 21 in Seminyak

Erster Tag mit den Weltreisenden

Wir haben uns in unserer Villa eingelebt und starten in den ersten Tag mit einem wunderbaren Selfmade Frühstück. Es gibt Pancakes mit Bananen und Marmelade. Wirklich sehr lecker. Und wir haben uns Cappuccino geholt, weil der Instant-Kaffee wirklich nicht lecker ist. Dann haben wir den Pool genossen. Er liegt schattig und man kann wirklich entspannen. Die Stadt Seminyak ist wirklich turbulent. Viel Verkehr, viele Leute. Unzählige Shops an den Straßen. Restaurants, Bars, eben alles was man braucht. Das Laufen entlang der Straße macht nicht wirklich Spaß, aber unsere Vila liegt abseits und wir müssen schon 10 Minuten zu Fuß gehen um im Trubel anzukommen. Die Villa liegt in einem Wohngebiet, was wirklich auch mal interessant zu sehen ist. In der Stadt haben wir die Supermärkte erstmal alle abgesucht, nach Dingen die wir kochen können, nach Schnäppchen, denn unsere Freunde machen eine Weltreise und so muss man schon auf die Preise achten. Auch mal interessant das mitzumachen. Für das Frühstück der folgenden Tage haben wir uns auch noch eingedeckt. Mit Eiern, mit Obst und mit Milch fürs Müsli.

Wo geht es zum Strand?

Irgendwie sind wir jetzt heiß auf den Strand. Das letzte Hotel auf Lembongan hat uns angesteckt. Also wollen wir zum Strand. Der Strand ist voll mit Surfern und Menschen. Es gibt eine Strandpromenade mit vielen Hotels und Restaurants. Sehen alle sehr einladend aus. Wir suchen uns ein paar Plastikstühle im Sand unter einem Schirm und genießen das bunte Treiben. Hier ist Trubel, die Australier liegen wie die Sardinen und bräunen sich. Fliegende Händler verkaufen alles was man sich vorstellen kann. Tücher, Ketten, Haargummis, Kokosnussschalen. Ein schönes Flair. Papa wagt sich in die Weite des Meeres mit Mio. Da auch hier Ebbe ist, müssen Sie ganz schön weit laufen um ans Wasser zu kommen. Aber das Spielen im Matsch vorm Meer macht Mio sowieso mehr Spaß. Er sieht aus wie ein kleiner Dreckspatz. Aber ist ja nur Sand.

Balinesisches Abendessen

Das viele Wasser macht hungrig. Zu Abend essen wir in einem Warum ganz typisch balinesisch. Es gibt Mie Goreng für Mama und Mio, denn der liebt seit neustem Nudeln in jeder Variation und Nudeln mit Seafood für Papa. Die vegetarischen Frühlingsrollen haben wir auch probiert und Sie sind wirklich köstlich. Grundsätzlich zahlen wir meist für ein Abendessen mit 2 Getränken um die 200.000 IDR. Also 12/13 Euro. Das ist nicht mega günstig, aber für uns in Ordnung. Wenn man in ein Streetfood Warung geht oder wirklich in die Seitengassen außerhalb, geht es definitiv günstiger. Den Abend lassen wir in der Villa ausklingen. Wir quatschen viel über die Abenteuer unserer Freunde und lassen uns das Bier schmecken.

Streetfood Bali

Tag 22 in Seminyak

Endlich- It´s Shopping Time

Und nun ist der Tag gekommen, an dem Mama endlich shoppen darf. Die Freunde haben schon Ihre Wünsche angemeldet und Die Mitbringsel sind schon entdeckt, aber damit wir den Kram nicht lange rumschleppen, wird erst jetzt eingekauft. Mama hat natürlich auch einiges Schönes entdeckt. Papa schiebt den Wagen und lässt alles über sich ergehen. Es gibt so tolle Kleider für wenig Geld. Es gibt Taschen und Schmuck in allen Variationen. Einen Traumfänger für unser neues Schlafzimmer haben wir uns gegönnt. Auch als Andenken an die Zeit auf Bali. Ein paar Shirts mussten natürlich auch für Papa mit. Handeln ging prima. Der wahre Profi ist Papa. Es ist wirklich so, dass wir am Ende nicht mal ein Drittel des Preise bezahlt haben. Klar ist es anstrengend und Mama ist froh, dass es in Deutschland Preise gibt, die feststehen. Denn auf Dauer ist das echt nichts. Nach 4 Stunden haben wir es geschafft. Gefühlt waren wir in jedem Laden, aber erfolgreich mit wunderschönen Dingen geht’s nun wieder nach Hause.

Smoothiebowl und Beach Teil 2

Wir bringen unsere Anschaffungen heim und holen Falko und Jessi ab. Und wir wollen wieder zum Strand. Vorher noch eine legendäre SmoothieBowl essen. Der erste Laden von Google, hat zu. Der zweite Laden von Google, den gibt es nicht mehr. Den dritten Laden, man staune, gibt es noch, aber es ist Stromausfall. So und nun suchen wir einen Vierten. Zum Glück gibt es genau gegenüber das Cafe Wild. Sieht super gemütlich aus. Wir gönnen uns einen Iced Cappuccino und eine Orange Lucky Bowl und Wild Berrie Bowl. Beides sehr sehr lecker. Gut gestärkt geht’s nun an den Strand. Wir nehmen denselben Spot wie am Vortag, weil es dort echt gechillt war und wir für die Liegen nichts zahlen müssen. Sonst würde eine Liege 50.000 IDR kosten. Das war es uns nicht wert. Wir bestellten ein Bintang, ne Coke und Mio spielte wieder im Sand. Richtig gut gefällt ihm das. Er kann krabbeln und sogar der heiße Sand macht ihm nichts aus. Der Sand hängt in jeder Ritze. Unglaublich. Also muss ein Gang ins Wasser sein. Papa stürzte sich in die Wellen und tobte mit Falko richtig rum, so müde war er dann abends auch. Für den Heimweg gönnten wir uns ein Taxi mit BlueBird. Das ist eine Alternative zum Taxi auf Bali, welches man per App buchen kann. Und es kostet immer zur Villa so 10.000 IDR. Also ein Schnäppchen. Falko und Jessi gehen noch einkaufen, weil Sie uns am Abend bekochen möchten. Wir gehen schon heim und machen Mio startklar. Er schläft weiterhin so 19 Uhr ein, weil er einfach vom Tag wirklich müde ist.

Perfektes Dinner am Abend – SpagBolo

Es gab super leckere Spaghetti Bolognese mit Gemüse. Wir haben alle 2 Teller gegessen und uns den Magen richtig vollgeschlagen. Weil eines muss man sagen, die Portionen auf Bali in den Warungs sind nicht die Größten. Papa bestellt oft 2 weil er einfach nicht satt wird.

Tag 23 in Seminyak

Letzter Tag in der Villa Seminyak

Die Zeit rennt sowieso schon den ganzen Urlaub und auch hier ist es so, dass alles wie im Fluge vergeht. Wir genießen es, uns mir Freunden auszutauschen und die Zeit gemeinsam zu verbringen. Trotzdem kann jeder das tun, wonach ihm die Lust steht. Wir haben entschlossen, den letzten Tag auch etwas in der Villa zu verbringen, damit sich der Pool auch lohnt. Dieses Mal gab es Cornflakes mit einer sagenhaft leckeren Pomelo zum Frühstück. Die Pomelo kostet hier 10.000 IDR. Echt günstig und ist sehr saftig, gar nicht so wie die in Deutschland.

Entspannen in der Villa

Wir chillen uns an den Pool und Papa und Mio gehen baden. Dann kommt noch die berühmte Sporteinheit und schwups ist es schon wieder Mittag. Papa und Mama laufen nochmal eine Runde um aktiv zu sein und gehen eine Kleinigkeit essen. Es gibt ein halbes Hähnchen mit Pommes bei Chicken Run. Super können wir da nur sagen. 55.000 IDR und lecker. Danach werden noch die letzten Windeln geshoppt. Dieses Mal echt schwierig unsere Mamy Poko zu bekommen, denn die gibt es hier nicht.

Planung der Weiterreise

Morgen ist Abreise und wir haben noch kein neues Hotel. Eigentlich ist Mama da immer hinterher, aber irgendwie tut sie sich schwer und findet nichts so recht. Aber nachdem dann mehrere Hotels auf allen möglichen Kanälen gecheckt wurden, haben wir ein Hotel gebucht, In Kuta, mittendrin. Dort bleiben wir bis zu unserem Flug am Sonntag früh. Die Nähe des Flughafens ist uns sehr wichtig, da wir die Rückreise nicht unnötig in die Länge ziehen wollen, wegen Mio halt.

BBQ Abendessen in Seminyak

Als Revange für die guten Spaghetti laden wir die zwei Weltreisenden zu einem Balkan BBQ ein. Es gibt Cevapcici und Salat. Und Sarma, Sauerkraut mit Hack. Sehr zu empfehlen. An dem Abend sitzen wir noch lange in unserem Haus und genießen die letzten Stunden. Wer weiß wann wir die zwei wiedersehen. Mal schauen. An dieser Stelle wünschen wir den Beiden alles Gute für die kommenden Abenteuer! Es war wirklich schön Euch zu treffen! Wer etwas mehr über Falko und Jessi erfahren möchte, kann gern ihren Youtubekanal oder Instagram abchecken!

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