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Schnorcheln im Paradies

Tag 17 auf Nusa Lembongan

Sport am Strand

Aufwachen und die Sonne lacht einem entgegen, ist eines der schönsten Gefühle, was wir kennen. Wir versuchen so dunkel wie möglich zu schlafen, damit Mio evtl. etwa länger schlafen kann. Meist klappt das leider nicht. Dennoch haben wir uns so langsam an unsere tägliche Aufstehzeit von 7 Uhr gewöhnt. Wir gehen einfach auch früher zu Bett. Es kam schon vor, dass wir 19 Uhr gemeinsam mit Mio ins Lummerland sind. Also früh aufgestanden, hat sich Papa für eine Runde Sport am Strand entschieden. Wir haben einen Slingtrainer dabei. Das ist eine Art TRX to go. Also ein TRX, welches wir überall festmachen können und dann verschiedene Übungen daran machen. Ein altes großes Boot an unserem Strand dient ihm dafür und irgendwie sieht das echt verrückt aus, wenn ein Typ bei großer Wärme im Strand Sport macht. Mama war in dieser Zeit mit Mio unterwegs, damit er einschläft. Den Rest des Tages haben wir nicht viel getrieben. Die Ebbe war irgendwie stärker als sonst. Das Meer war so gegen 14 Uhr einfach weg und es ragten die Korallen und Gräser aus dem Boden heraus. Uns ist das die Tage vorher nie so aufgefallen. Ansonsten sind wir nachmittags immer noch alle drei gemeinsam im Pool. Es ist einfach unerträglich heiß und Mio wird dann schnell nörgelig. Das hilft einfach als Abkühlung.

Tag 18 auf Nusa Lembongan

Schnorcheln auf Nusa Lembongan und Nusa Penida

Wenn man sich schon mal auf Bali, oder einer der umliegenden Inseln, rumtreibt, dann sollte man unbedingt Schnorcheln oder Tauchen gehen. So haben wir das zumindest immer von Freunden und Bekannten gehört, wenn wir im Vorfeld über unseren Baliurlaub mit Baby gesprochen haben. Und so dachte sich Papa das nun auch. Tauchen kam für Papa hier auf Bali nicht in Frage, weil er noch keinen Tauchschein hat. Den hätte er zwar günstig auf Nusa Lembongan schießen können (ca. 3.700.000 IDR) aber er wollte lieber Zeit mit der Familie verbringen und nicht so oft und so lange weg sein. Also ab zum Schnorcheln. Papa bezahlte am Vortag bei einen Schnorcheltouranbieter 200 IDR, es geht sogar auch noch billiger, 150 IDR gilt es zu schlagen! Und los gehts. Papa war um 8 Uhr vor dem Schnorchelladen verabredet. Er wurde höchstpersönlich von Captain Coconut mit dem Roller eingesammelt und 5 Minuten zum Bootsanleger gefahren. Dort warteten 12 weitere Schnorchelnasen. Nach einem kurzen Briefing zum Verhalten gegenüber Mantarochen wurden alle Flip-Flops in einem großen Eimer gesammelt und es ging ab aufs Boot. Papa hatte nur sein Handy für ein paar Fotos und ein Handtuch dabei. Die geliebte GoPro wurde ja leider vergessen und liegt in Berlin. Schande über unser Haupt. Mit ordentlich Pferdestärken ging es also los. Drei verschiedene Spots sollten angefahren werden. Wir wurden mit Flossen, Schnorchel und Maske ausgestattet und ab ging die Post.

Nusa Lembongan Schnorcheln

Schnorcheln am Mangroven Point

Zuerst ging es an den sogenannten Mangroven Punkt, wir sprangen alle ins Wasser und sollten uns einfach durch die Strömung treiben lassen. Es war eine herrliche Unterwasserwelt mit vielen Korallen und ganz vielen Fischschwärmen. Es waren wirklich eine ganze Menge und verschiedene kleine Fische, man konnte durch die Schwärme durchtauchen und Sie waren zum Anfassen nah. Zu Papas Überraschung waren es sogar noch mehr Fische als in Ägypten damals. Allerdings waren hier, bei Lembongan, die Korallen teilweise schon etwas mitgenommen.

Schnorcheln Crystal Bay

Nach dem Einsammeln ging es weiter zum nächsten Punkt, Crystal Bay! Eine wunderschöne Bucht der Insel Nusa Penida. Hier war das Wasser kälter und es waren leider nicht ganz so viele Fische da. Der Captain Coconut kam zu Papa getaucht und drückte ihm unter Wasser eine Scheibe Toastbrot oder so in die Hand. Auf einmal kamen viele Fische und wollten alle etwas von dem Brot abhaben. Papa war mitten in einem großen Fischschwarm. Große und kleine Fische tummelten sich um die Schnorchelnasen. Als das Brot alle war, saugten die Fische trotzdem noch an Papas Fingern, das war ein lustiges Gefühl. Ein Schnochelkamerad soll sogar eine kleine Schildkröte in der Crystal Bay gesehen haben.

Schnorcheln Nusa Penida

Schnorcheln Manta Bay

Auf zum dritten und letzten Spot, der Manta Bay, bei Nusa Penida. Schnorcheln mit Mantarochen, das war eine überkrasse Vorstellung. Im Vorfeld wurde gesagt, die letzten Tage wurden keine Mantarochen gesichtet, also wurde Papa schon ein wenig die Illusion genommen. Es sollte aber anders kommen. Auf einmal schrie ein Schnorchelkollege: „Da, ein Manta!“ Papa schnappte sich seine Brille und sprang ins Wasser, ohne Flossen. Alle anderen waren noch damit beschäftigt ihre Flossen anzuziehen. Und siehe da, ein riesengroßer Mantarochen schwamm direkt unter Papa durch. Er war wohl etwas erschrocken von unserem Boot und machte sich auf den Weg. Aber Papa sah ihn direkt unter sich, in ca. 3m Tiefe. Alle anderen hatten diesen Moment verpasst und waren etwas traurig. Es wurde fleißig geschnorchelt aber es kamen keine weiteren Rochen. Also wieder alle ab aufs Boot. Auf einmal bekam der Captain ein Funkmeldung von einem benachbarten Boot und alles ging ganz schnell. Eine Bucht weiter waren weitere Rochen und alle bekamen einen zu sehen. Es war ein toller Anblick. Diese eleganten Rochen sind wirklich eindrucksvoll. Auch in diesem Fall konnte man direkt an die Mantas herantauchen und sie beobachten. Zurück aufs Boot und noch schnell einen Schnappschuss mit der Handycam für Euch. Nach dem alle wieder an Bord waren, ging es ab zum Heimathafen.

Fazit zum Schnorcheltrip

Für insgesamt 200 IDR und knapp 4 Stunden auf und im Wasser, kann man einen Schnorcheltrip auf Nusa Lembongan und Nusa Penida nur empfehlen. Insgesamt sind wir mit dem Boot einmal komplett um die Insel Lembongan gefahren und konnten nochmal alle schönen Sehenswürdigkeiten der Inseltour von Tag 16, z.B. Dreambeach und Devils Tear, vom Wasser aus sehen. Das absolute Highlight waren natürlich die großen Mantarochen. Nach der Tour wurde Papa vom Sohn des Captain wieder zum Mahagiri Resort gefahren. Ein perfektes Paket für den schmalen Geldbeutel.

Der Rest des Tages

Mama war in der Zeit mit Mio ein wenig shoppen in der kleinen Stadt. Ganz gut, wenn der Papa mal nicht beim Shopping stört. Eine kleine Massage hat sich die Mama auch noch gegönnt, in der Zeit als Mio geschlafen hat. Den Rest des Tages wurde ein Familienspaziergang an der „großen“ Inselstraße unternommen. Es wurde zusammen noch ein wenig gebutschert und leckere Fruchtsäfte getrunken. Zum Sonnenuntergang ging es mal wieder an unseren tollen Strand. Mio spielte noch im Sand und für die Eltern gab es ein großes Bier in die Hand. So einen Sonnenuntergang, wie hier auf Nusa Lembongan, hat man wirklich nicht alle Tage, deswegen geben wir uns den hier so oft es geht.

Tag 19 auf Nusa Lembongan

Der letzte Tag im Paradies

Unser letzter Tag bricht an. Wir sind wehmütig, dass wir diesen wundervollen Ort verlassen werden, aber freuen uns auch auf die nächsten Tage und den nächsten Ort. Aber es ist langsam absehbar, dass unsere Reise auch ein Ende hat. Wir dachten 4 Wochen wären lang, aber ist man einmal da, vergeht die Zeit wirklich sehr schnell. Wir wollen den letzten Tag genießen uns etwas gönnen und vor allem nochmal am Strand langlaufen und das Naturschauspiel von Ebbe und Flut und auch den fabelhaften Sonnenuntergang genießen. Mio hat sich an den Sand überall gewöhnt und beschäftigt sich ganz gut mittlerweile. Wir holen jetzt immer einen Sitzsack mit an unseren Strandplatz, da kann er darauf rumtollen. Unsere Überfahrt nach Bali ist im Hotelpreis inklusive und wir haben diese für morgen angemeldet. 10:30 Uhr geht’s los, wir werden abgeholt. Aber nun heißt es, den letzten Tag genießen. Als Überraschung bekommt Mama am Pool ein leckeres Eis von Papa bestellt. Er war mit Mio unterwegs und es kam ein Eisbecher an den Pool. Danke, es war sehr erfrischend. Am späten Nachmittag machen wir uns auf den Weg zu unserem Stammlokal. Dem Blue Corner Restaurant. Wir mochten es da sehr, denn es war gechillt und ein schöner Ort zum Tag ausklingen lassen. Wir verabschieden uns noch von Mios Lieblingsfrauen im Hotel und verschwinden auf unser Zimmer. Gepackt wird morgen, wir haben noch Zeit bis 10 Uhr.

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