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Von Bali nach Nusa Lembongan mit Baby

Tag 13 auf Bali

Die Anreise auf die Insel Nusa Lembongan

Für uns ging es heute endlich wieder los – wir wollen auf die Insel Nusa Lembongan. Wie schwierig es war, den Transfer zu koordinieren, haben wir bereits berichtet. Nun ist der Tag da und wir sind gespannt ob Mio die Überfahrt gut mit macht und wie es klappt mit dem Transfer. Um 13 Uhr werden wir pünktlich am Hotel von einem Fahrer abgeholt. Wir fragen ihn im Auto aus, über das Prozedere, ob wir mit dem Boot umsteigen müssen und wie es dann von dort weiter geht, ob wir den Transfer vom Hafen zum Hotel haben. Der freundliche Fahrer meinte, es wäre kein Umstieg und es sei alles organisiert. Eigentlich war seine Intension, das merkte man schnell, dass wir auch die Rückfahrt nach Sanur mit ihm buchen. Aber diese ist bei uns im Hotelpreis mit drin, also hatte er keinen Deal mit uns.

Der Hafen von Padang Bai

Am Hafen angekommen sollten wir erstmal unsere Tickets bekommen. In einem kleinen Häuschen bezahlten wir und bekamen unsere Schnellboottickets. Dann mussten wir noch zum Hafen hinlaufen. Mit unserem vielen Gepäck und Baby und Buggy, gar nicht so einfach. Also half uns ein Mitarbeiter des Fahrers. In der Mitte der Strecke übernahm dann ein anderer Mann die Koffer. Wir rollten über Sand an den Bootsanlegeplatz, an welchem wirklich viele Menschen auf Ihre Boote warteten. Es war ein Chaos. Denn vom Hafen Padang Bai kann man überall hinfahren. Dann stoppte der Mann und stellte uns in eine Ecke und meinte wir müssen jetzt warten. Er verabschiedete sich und machte uns klar, dass er nun Geld haben möchte. Sowas mögen wir gar nicht. Wirkt immer wie eine Touristenabzocke. So da standen wir nun. Es kamen Boote, es fuhren Boote, aber nicht unseres. Wir fragten uns durch, ob wir richtig seien. Uns wurde klar gemacht, wir sollen warten.

Die Fahrt nach Nusa Lembongan

Dann endlich, gegen 15 Uhr kam unser Boot. Nun musste alles ganz schnell gehen. Wir sollten vor gehen zum Einstieg. Ich nahm Mio in die Trage und Papa schmiss das Gepäck zu einem Mitarbeiter an Board. Das Gepäck wurden oben auf dem Schnellboot gelagert. Wir mussten nun einsteigen. Alle waren hastig und riefen nur die Inselnamen wild umher. Drin war es eisig kalt. Dank Klimaanlage fast zu kalt. Wir platzierten uns vorne in einer Reihe. Es kam aber sofort eine Dame und meinte, wegen des Seeganges sollten wir mit Kind bitte nach hinten gehen. Also taten wir auch das. Und dann ging es los. Das Boot ist wirklich schnell unterwegs gewesen. Mio fand es allerdings nicht so toll. Er weinte ziemlich. Nach knapp 20 Minuten stoppte das Boot.

Umstieg nach Nusa Lembongan – nun doch

Wir kamen an einer Plattform mitten im Meer an. Kurz vor den Inseln. Dort sollten wir aussteigen und es wurden wieder die Inselnamen gerufen. Keine Ahnung, es war ein großes Chaos. Dann empfing uns ein Mann mit einem Strumpf auf dem Kopf. Eine Art Henkerskappe. Sehr gruselig. Papa musste das Gepäck holen und wir sollten zu einem kleinen Boot gehen. Das wurde dann innerhalb kürzester Zeit, sehr sehr voll. Wir saßen wie die Sardinen. Die Koffer und Rucksäcke zwischen uns. Mit dem Boot ging es dann nochmal so 10 Minuten übers Wasser. Angekommen auf der Insel Nusa Lembongan hielt das Boot nicht am Strand sondern so 15 Meter im Wasser. Nun hieß es aussteigen mit dem Gepäck und an Land laufen. Zum Glück hatte ich Mio in der Trage. Aber wir konnten nur mit Hilfe anderer Passagiere aussteigen. Die halfen uns das Gepäck zu tragen. An Land wurde dann wieder geschrien, man solle sein Hotel sagen. Oh je, also organisiert ist auch anders. Wir hatten zum Glück das Hotel gebeten uns abzuholen. Wenige Minuten nach Eintreffen des Bootes, stand an der Seite ein kleiner Pick-Up Truck, der die Aufschrift unseres Hotels hatte.

Nusa Lembongan - Die Insel ohne Autos

Auf der Insel gibt es nur Roller und diese kleinen Pick-Ups. So wurde unser ganzes Gepäck aufgeladen und es ging los. Nach 500 Metern stellte Mama fest, dass der Kinderwagen fehlte. Also brüllten wir ins Fahrerhaus und der freundliche Fahrer rannte nochmal zurück. Eine Aufregung. Mio war mittlerweile mega müde, aber weil das alles so aufregend war, schlief er nicht. Nach knapp 15 Minuten Fahrt kamen wir in unserem Hotel an. Es liegt direkt am Strand.

Mahagiri Resort Nusa Lembongan

Die Hotelanlage ist ein Resort. Eigentlich bevorzugen wir eher kleine Anlagen, aber uns haben die Fotos im Internet sehr gut gefallen und wir dachten uns, probieren wir es aus. Der erste Eindruck ist wirklich gut. Die Anlage ist sehr weitläufig und schön angelegt. Viele Palmen, viele Lampions, schöne Dekoelemente überall – überzeugt uns. Unser Zimmer ist ein Zimmer in der 2 Etage mit Meeresblick. Das haben wir uns gegönnt. War zwar etwas teurer, als die normalen Zimmer, aber das ist es definitiv wert. Vor allem weil wir auch die wundervollen Sonnenuntergänge sehen können, absoluter Pluspunkt. Der Strand ist tatsächlich wie aus dem Bilderbuch. Weißer Sand und keine Steine. Türkis blaues Meer und Sitzsäcke und Liegen überall weitläufig verteilt. Es gibt ausreichend Sonnenschirme und viele bunte Schirme für die Sitzsäcke. Ebenso stehen Lounges überall, die zum Verweilen einladen. Wirklich ein toller Anblick. Palmen und Blumen runden das Ambiente ab. Es kommt richtiges karibisches Flair auf. Auch durch die vielen bunten Fahnen, die im Wind wehen. Es gibt eine kleine Strandbar die Musik laufen hat, die somit für den Entspannungsfaktor sorgt. Das Highlight ist sicherlich die Swing Schaukel, direkt am Meer mit Ausblick auf den Agung Vulkan auf Bali.

Tag 14 auf Nusa Lembongan

Überraschungen im Mahagiri Resort

Unser Tag startet mit einem Frühstück in Buffetform. Das hatten wir bisher noch nicht, deswegen sind wir gespannt. Es ist sehr lecker, sehr vielfältig und schön aufbereitet. Gleich danach gehen wir an den Strand, wir wollen in der ersten Reihe liegen, denn so eine Kulisse haben wir nicht so schnell wieder. Aber, es ist alles noch frei. Es ist kaum etwas los in dem Hotel, das ist echt toll. Also freie Liegenwahl. Wir entscheiden uns für die erste Reihe. Wahnsinn dieser Ausblick. Kurz nachdem wir es uns gemütlich machten, kam ein Mitarbeiter des Hotels auf uns zu. Er fragte uns ob wir Interesse an einem Fotoshooting hätten, da sie neue Aufnahmen für den Internetauftritt machen. Wir zögerten nicht lange, klar machen wir das mit. Und schon ging es los, sie hatten 3 Spots vorgesehen. Einmal auf den Liegen mit Kokosnuss, einmal in der Swing Schaukel und dann noch in den Lounges. Man muss also auch einfach mal Glück haben. Es hat großen Spaß gemacht, wir checkten natürlich ab, ob wir die Fotos haben können. Alles kein Problem. Sie wollten Familienpics haben, die sollen Sie bekommen mit unserem Kleinen. So war der Vormittag mega schnell rum. Auf das Resultat sind wir selber sehr gespannt. Wir werden berichten. Als Dankeschön wurden wir zum Mittagessen eingeladen. Das ließen wir uns natürlich auch nicht entgehen. Cocktails und Surf&Turf wurden gewählt und verschlungen. Und es war echt richtig lecker. Wir genießen den Rest des Tages einfach am Strand. Der Ausblick und die Ruhe. Für uns eine unbeschreiblich schöne Kombination. Papa bekommt noch eine Massage in einem naheliegenden Massagesalon. Er hat sich etwas verlegen die letzten Tage und hoffte dadurch auf Besserung. Zum Sunset haben wir uns nochmal mit dem Fotografen verabredet. Es wurden nochmal ein paar Fotos mit Cocktails gemacht. Ansonsten war der Sonnenuntergang wirklich herrlich und einzigartig.

Tag 15 auf Nusa Lembongan

Strandspaziergang im Paradies

Die Sonnenstrahlen wecken uns und wir freuen uns immer schon morgens riesig auf den kommenden Tag. Wir haben keinen Stress, keine Pläne, lassen uns einfach Treiben und machen das worauf wir Lust haben. Mio mag es im Sand zu spielen und mit den Stapeleimerchen und seinem geliebten Löffel kann er sich da gut beschäftigen. Wir wollen aber nicht nur rumliegen und packen Mio in die Trage um den Strand abzulaufen. Es ist erst eine Schicht Korallen am Strand, aber danach weiter unten kann man gut laufen. Die Sonne brennt so mega am Strand, sodass wir echt aufpassen müssen. Wir kommen an ein paar Hotels vorbei. Die anderen Hotels waren auch ganz schön aber das Mahagiri Resort ist einfach noch ne Nummer geiler! Am Strand entlang finden sich viele Tauchschulen, kleine Warungs, Bars und auch ein paar Bruchbuden dazwischen. Da ist dann einfach gar nix, wer weiß warum das so in Trümmern liegt teilweise, könnte natürlich auch von einem kleinen Beben sein. Wir laufen an vielen Booten vorbei und es kommen die Gäste von den Tauchausflügen zurück. Nach knapp 1 Stunde laufen, kehren wir ein zum Essen. Wir haben ausnahmsweise mal nicht nach Preisen geschaut und es war in der Tat ein angesagter Beachclub. Schönes Ambiente, aber irgendwie über unserem Budget. Macht nichts – einmal geht das schon. Nach dem leckeren Essen peilen wir den Heimweg an. Es ist wirklich einfach zu heiß und Mio quengelt schon rum, also ab in den Pool. So genießen wir dann auch die Stunden am Strand. Mit Nix tun.

Tag 16 auf Nusa Lembongan

Was können wir auf der Insel machen – außer am Strand liegen? Wir mieten uns einen Driver mit Pick Up und erkunden einfach die wichtigen Spots. Gesagt, getan. Den Fahrer hatte Mama über eine Internetgruppe organisiert, er holt uns am Hotel ab. Ausgestattet mit Wasser, was zu knabbern und der Babytrage ging es los.

Mangroven Wald auf Nusa Lembongan

Der erste Stop war der Mangroven Wald nahe unserem Hotel. Da die Insel sehr klein ist, geht das auch alles relativ fix. In dem Pick Up wackelt es ordentlich, sodass wir Mio in der Trage ließen. Das klappte gut. Angekommen an den Mangroven, konnte man eine kleine Schiffstour durch das Seegras machen. Früher wurde mit diesen Booten das Seegras geerntet, aber leider ist dies heute nicht mehr möglich. Wir entschieden uns für eine Tour, umgerechnet 10 Euro wollte der Fahrer haben. Es ging in einem etwas größeren Kanu durch die engen Mangroven. Die Wurzeln lagen außerhalb der Erde bzw. des Schlammes. Das war ein seltener Anblick. Es war herrlich ruhig da. Man hört wirklich nix, ausser das Stechen des Fahrers mit dem Holzstab der uns vorantrieb. Im Wasser konnte man an manchen Stellen noch etwas Seegras erkennen. Es war nicht tief, aber auch nicht klar das Wasser. Die Tour ging etwas 30 Minuten. Es hat sich in jedem Fall gelohnt. Mio war ganz aufmerksam und schaute in die Wälder und beobachtete.

Yellow Bridge auf Nusa Lembongan

Die gelbe Brücke hatten wir schon bei unserer Ankunft begutachtet. Nun sind wir nochmal da und haben die Gelegenheit darüber zu laufen. Es ist die Verbindung zu Nusa Ceningan. Die Brücke wurde 2016 neu erbaut. Vorher war es eine Holzbrücke. Diese wurde von den Touristen und den Einheimischen benutzt. Leider gab es einen schweren Unfall und die Brücke fiel zusammen. Dabei kamen 8 Menschen ums Leben. Seitdem ist die Brücke aus Stein und Stahl und für Pickups gesperrt. Nur Roller und Personen dürfen die Brücke passieren. Läuft man darüber, ist es schon ein Abenteuer, denn es rauschen die Roller nur so an einem vorbei. Der Ausblick ist wirklich schön. Ein weiter Blick auf Ceningan und das Meer.

Yellow Bridge Nusa Lembongan

Lembongan Village

Unsere Reise ging weiter, durch eine der 4 Städte auf Lembongan. Durch Lembongan Village. Es herrschte dort schon ein regeres Treiben, als wir es sonst von der Insel gewohnt sind. Wir benötigten einen Geldautomaten (ATM). Der Fahrer erklärte uns, dass es insgesamt 4 Stück auf der Insel gibt. Nicht immer haben diese aber Geld. Wir hatten Glück und unserer spuckte noch etwas aus. Zu unserem Glück.

Dream Beach auf Nusa Lembongan

Als nächsten Haltepunkt hatten wir den Dream Beach auserkoren. Eine wundervolle Bucht. Ein wahnsinniger Ausblick den wir von oben hatten. Das Wasser bzw. die Wellen rauschten in einem Tempo in die Bucht, das war überwältigend. Wir wollten das Spektakel natürlich von unten sehen und kletterten herab. Also wirklich, kletterten. Es gab zwar Stufen, aber diese waren wirklich ein Abenteuer. Unten angekommen, hatten wir feinsten Sandstrand und die Wellen kamen sofort auf uns zu. Eine Kraft die dort hinter steckt, die man nicht unterschätzen sollte. Wir spazierten entlang der kleinen Bucht. Ein paar Mutige gab es, die sich in die Wellen stürzten. Wir gehörten nicht dazu. Wir genossen den Moment mit Mio.

Dream Beach Nusa Lembongan

Devils Tear auf Nusa Lembongan

Zurück im Pick Up ging es weiter zu einem sehr bekannten Riff. Dem Devils Tear. Den Name hat es von seiner Gefahr, die von ihm ausgeht. Wenn man auf den Klippen steht, kann es vorkommen, dass die Wellen einen erreichen und verschlingen und es sind schon Menschen dabei ums Leben gekommen. Der Ausblick war fantastisch. Die Wellen peitschten nur so an die Klippen und es bildetete sich teilweise richtiger Nebel vom Wasser.

Devils Tear Nusa Lembongan

Panorama Punkt auf Nusa Lembongan

Unser letzter Stop sollte ein Panorama Aussichtspunkt sein, von dem wir die Jungut Batu Bucht sehen konnten. Dort war auch unser Strand. Auf der Plattform standen viele kleine Mädchen, die ihre "selbstgemachten" Ketten verkauften. Mama konnte nicht wiederstehen und kaufte eine für ein paar Cent.

Panorama Punkt auf Nusa Lembongan

Fazit zum Tagestrip auf Nusa Lembongan

Für knapp 500 IDR haben wir einen privaten Fahren/Tourguide bekommen und mehrere Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Diese Tour kann man bedenkenlos mit einem Baby machen und wir können diese nur empfehlen. Tolle Spots mit grandiosen Aussichten!

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Kommentare: 1
  • #1

    Leni (Donnerstag, 06 Juni 2019 13:51)

    Vielen Dank für eure tollen Eindrücke der Insel. Wir hatten Glück mit der Anreise auf dem Speedboat und mussten nicht umsteigen. Morgen geht es für uns auch auf eine kleine Tour über die Insel und wir sind sehr gespannt. Es ist ja doch etwas schwieriger mit Baby Ausflüge zu machen, da wir nicht mit dem Roller fahren wollen. Habt ihr noch einen Tipp, wo man richtig gut Essen kann in der Nähe des Jungutbatu Strandes? Liebe Grüße