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Wie du deinen ersten Flug mit Baby entspannt überstehst

Fliegen mit Baby

Sitzplatz im Flugzeug mit Baby

 

Zuerst mussten wir uns überlegen, welchen Sitzplatz wir online denn wählen sollen. Um die Nerven und Ohren der anderen Passagiere zu schonen, haben wir uns für die letzte Reihe entschieden. Mittendrin machte für uns einfach keinen Sinn, denn was ist wenn unser Goldstück auf einmal den ganzen Flieger zusammenschreit? Also doch lieber ganz nach hinten. Gebucht!

 

Babynahrung bei der Sicherheitskontrolle

 

Am Flughafen Tegel angekommen, haben wir uns zunächst einen Überblick verschafft. An der Sicherheitskontrolle war, wie immer, eine riesige Menschenschlange aber erst einmal zum Check-In. Eine Frau nahm unsere Ausweise entgegen, druckte unsere Bordkarten und machte kleine Aufkleber an jeden Teil des Kinderwagens. Fertig! Auf zur Sicherheitskontrolle mit den vielen Passagieren. Wir wollten uns gerade an der Schlange anstellen, da winkte uns ein Sicherheitsmitarbeiter beiseite. Wir durften freundlicherweise an allen vorbei zur "Speed-Lane" wegen des Kinderwagens. Dort waren wir dann die einzigen, das war eine absolute Erleichterung. Die Flüssigkeiten und Gläschen gingen problemlos durch. Es wurde zwar alles genau angeschaut, aber größere Nachfragen oder Probleme gab es nicht.

 

Fliegen mit Baby

Kinderwagen am Flughafen

 

Wir informierten uns vorher, dass der Kinderwagen bis ans Flugzeug mitgenommen werden kann und dort an die freundlichen Herren, mit den orangenen Westen, abgegeben wird. So war es auch, zum einpacken des Kinderwagens blieb keine Zeit. Lediglich das zusammenklappen und abnehmen der Babyschale, war zeitlich machbar. Somit mussten wir vertrauen, dass die Verpacker behutsam mit unserem Kinderwagen umgehen werden.

 

Angurten mit Baby

 

Dann ging es mit Mio auf dem Arm zu unseren Sitzplätzen, die Flugbegleiter nahmen uns freundlich in Empfang. Wir hatten eine Tasche mit Mios Nahrung bzw. Milch mit an Board genommen. Ebenso eine Trage und etwas zum Spielen. Angekommen im Flieger, haben wir Mio, mittels dem Babygurt, auf mir angeschnallt. Das war tatsächlich im ersten Moment komisch, weil 3 Monate alte Babys ja nur liegen aber es funktionierte, dass Mio halbliegend auf mir angeschnallt war. Die Besatzung war sehr freundlich und fragte uns einige Male, ob wir Hilfe benötigen. Nach ein paar Minuten Eingewöhnung, kamen wir beide gute mit der Sitzsituation klar und durch Ablenkung mit Spielzeugen, verging die Zeit wie im Fluge.

 

Druckausgleich im Flugzeug mit einem Baby

 

Zum Start hatte ich mir vorgenommen Mio zu stillen, weil man das immer hört und liest, wegen des Drucks auf den Ohren. Aber ich war zu aufgeregt und entschied mich dann, nur die Flasche hinzuhalten bzw. zu geben, damit wir einen längeren Zeitraum überbrücken können. Auch diese Entscheidung erwies sich im Nachgang als goldrichtig. Bis die Reiseflughöhe erreicht ist dauert es meist um die 15-20 Minuten. Da das Stillen nicht immer so reibungslos funktioniert und manchmal bei mir auch schnell vorbei war, lieferte uns die Flasche einfach mehr Sicherheit. Wir habe des Öfteren abgesetzt, damit durch das Schlucken, kein Druck auf dem Ohr war. Und siehe da, Mio hatte den Start überstanden ohne auch nur eine Träne zu verlieren.

 

Fliegen mit Baby

Beschäftigung im Flugzeug mit Baby

 

Den Rest der 3 Stunden Flugzeit verbrachten wir mit Spielen, Wickeln, Lachen und umher Laufen. Wir konnten Mio öfters auf den mittleren Sitz legen und uns dadurch beide kurz entspannen. Geschlafen hat er allerdings nur kurz, also nicht die gesamte Flugzeit. Ist wirklich einiges an Reizen, was den kleinen Zwergen da entgegen kommt. Die Crew hat die gesamte Zeit sehr freundlich mit uns interagiert. Sie haben Mio sogar mal auf den Arm genommen um uns die Möglichkeit zu geben, die Dinge neu zu ordnen auf den Plätzen. Die Landung inklusive Landeanflug, war genauso unspektakulär wie der Start. Wieder das Fläschchen dazu genutzt, den Schluckvorgang so oft es geht zu wiederholen. Da Mio keinen Schnuller nimmt, war das in der Theorie, wieder alles schwieriger gedacht, als dann in der Praxis. Alle haben wirklich Rücksicht genommen und die Vorstellung, dass wir mit einem Baby den kompletten Flieger zusammenschreien, hat sich NICHT bewahrheitet. Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei sicherlich, wie Mama und Papa an die Sache ran gehen und wie das Flugteam auf die kleinen Reisenden reagiert. Eine positive Atmosphäre schlägt sich auch auf unsere Kinder nieder.

 

Abholung des Kinderwagens

 

In Griechenland angekommen, bekamen wir den Kinderwagen am Gepäckband wieder. Das heißt, bis dahin muss man noch tragenderweise die Kids transportieren. Aber dafür hatten wir die Bauchtrage dabei. Der Kinderwagen kam unversehrt wieder bei uns an. Alle Zweifel am Fliegen mit Kind, die vielen Gedanken und Pläne, waren rückblickend, umsonst und vollkommen unnötig. Das Kind braucht im Flieger nur seine Eltern und nette Menschen, bzw. Gesichter in die es schauen kann. Für uns war es eine tolle Erfahrung, eine Bestätigung unserer Einstellung und die Belehrung, das Billigfluglinien nicht immer das Klischee erfüllen.

 

Checkliste - Fliegen mit Baby

 

- Im Vorfeld bei der Fluggesellschaft erkundigen

- Gute Sitzplätze online reservieren

- Wickeltasche durchschauen und packen

- Wickelunterlage

- Geeignetes Spielzeug aussuchen

- Babytrage

- Nahrung/ Flasche für das Baby

- Kinderwagen leer räumen von Sonnensegel/Regenschutz usw.

- Kleiner Snack für Mama und Papa

- Kleine Decke fürs Baby zum wärmen

- Schnuller

- Kuscheltier

- Mütze

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